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Kulinarische Spezialitäten Aserbaidschans
 Die aserbaidschanische Küche ist einzigartig. Sie besteht zum Großteil aus den Grundnahrungsmitteln Reis und Gemüse, zahlreichen Gewürzen und Fleisch (Hammel, Rind, Geflügel, und Wild). Bedingt durch die Geschichte, haben in den letzten zwei hundert Jahren auch russische und europäische Gerichte in Aserbaidschan Einzug gehalten. Aserbaidschanische Speisen können für den westlichen Gaumen etwas fett sein.
Zu den lokalen Spezialitäten zählen die folgenden:
· Mahlzeiten werden oft mit einer Suppe eingeleitet. Beliebte Suppen sind Piti (Hammelfleischsuppe mit Kichererbsen) oder Dogua (scharfe Joghurt- und Spinatsuppe mit Reis und manchmal Fleisch)
· Das Nationalgericht des Landes ist Plov, ein Rundkornreisgericht, dem neben Hammelfleisch und geschnittenen Kartoffeln auch Gewürze, Rosinen, Zwiebeln, Möhren oder Quitten beigefügt werden. Oft wird anstelle von Hammelfleisch auch Geflügel verwendet.
· Schischlik - (vom aserbaidschanischen Wort „schisch“ Spieß) Hammelstücke über einem Kohlfeuer gegrillt und mit rohen Zwiebelstücken serviert – oder Lyulya Kebab – gewürztes Lamm-Hackfleisch am Spieß sind weitere beliebte Spezialitäten, die auch oft an kleinen Straßenständen angeboten werden.
· Eine weitere aserbaidschanische Spezialität ist Kutab, eine Pastette mit Spinat-, Hackfleisch- oder Kürbisfüllung (Das Rezept finden Sie in dem Kochbuch, das wir unten ins Netz gestellt haben, herunterladen).
· Frische Fischgerichte, insbesondere Kaviar aus dem Kaspischen Meer oder frisch geräucherter Stör, zählen zu den weiteren Gaumenfreuden des Landes.
· Unendlich ist das Angebot an Süßigkeiten. Die bekanntesten Süßspeisen sind Khalva und Pachlava, beide bestehen aus Zuckerpaste bzw. Teig, Nüssen und Butter die in zahlreichen Variationen angeboten werden
· Als Erfrischung werden gemixte Fruchtsäfte gereicht.
· Nationalgetränk ist Tee (Tschai), der schwarz und gesüßt getrunken wird oder dem einige Gewürze zugefügt werden.
· In vielen Hotels wird zum Frühstück Kefir serviert.
· Probieren sollte man lokal hergestellte Weine und Branntweine, die früher in der ganzen Sowjetunion berühmt waren. Auch Bier(„Xirdalan“ aserbaidschanisch-französische Bierbrauerei), Wodka, und Sekt (Schampan schärabi) sind sehr populär.
Eß- und Trinkgewohnheiten
Folgende Essenszeiten gelten in Aserbaidschan: Frühstück gegen 9 Uhr, Mittagessen zwischen 12 und 15 Uhr und Abendessen in den Hotels von 18 bis 23 Uhr.
Als Zwischenmahlzeit oder Nachspeise isst man gerne Nüsse oder getrocknetes Obst.
Ein Restaurantbesuch ist in Aserbaidschan nicht immer nur dem gemütlichem Essen gewidmet, sondern er ist für die Menschen auch eine Gelegenheit zum feiern. Aserbaidschaner trinken gerne lokale Weine, Weinbrand oder russischen Wodka. Importierte Spirituosen sind ziemlich teuer und deswegen begehrt.
Gerne und oft wird in Aserbaidschan gezuckerter, schwarzer Tee (Tschai) aus kleinen landestypischen Gläsern (Armudi) getrunken. In den sogenannten Tschai Khanas, kleinen Teehäusern, sitzen zumeist Männer unter sich und genießen ihren Tee beim stundelangen Plausch. Besucht eine westliche Frau ein Teehaus ohne Begleitung, wird sie nicht auf keinen Fall abgewiesen aber mit Interesse wahrgenommen.
Bis auf kleine Ausnahmen isst man überall mit Messer und Gabel wobei ohne Messer wird im Vergleich zu Mitteleuropäern eher weniger benutzt.
Aus dem Lufthansa-Reiseführer „Sitten, Gebräuche und Empfehlungen rund um die Welt: Aserbaidschan“ mit redaktionellen Ergänzungen. Bilder von Ruslan Agazadeh.
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